Datum/Zeit
Date(s) - 20. Oktober 2026
18:00
Veranstaltungsort
Willy-Brandt-Forum Unkel
Kategorien
Die Bürgerstiftung Unkel „Willy-Brandt-Forum“ lädt zu einem besonderen Vortrags- und Gesprächsabend mit Jörg Lange ein. Unter dem Titel „Nach 1702 Tagen in dschihadistischer Geiselhaft in Mali wieder neu in der Verantwortung für Westafrika“ berichtet er am 20. Oktober 2026 um 18 Uhr im Willy-Brandt-Forum in Unkel von seinen außergewöhnlichen Erfahrungen. Als Landesdirektor der Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe arbeitete er 2018 im Niger an der Versorgung von Flüchtlingen aus Mali. Während seines Einsatzes wurde er von dschihadistischen Terroristen entführt. Es folgten 1702 Tage Geiselhaft in Mali. Diese waren geprägt von Gesprächen mit den Entführern über Religion, Geschichte und Politik sowie vom täglichen Kampf ums Überleben.
An diesem Abend wird Jörg Lange seine Erfahrungen, seine Strategien zur Resilienz und die Begegnungen mit einer Welt, die den meisten Menschen verborgen bleibt, schildern. Zugleich gibt er Einblicke in Denkweisen, Ideologien und Rekrutierungsstrategien dschihadistischer Gruppen sowie in die aktuelle politische Situation in der Sahelregion.
Ein prägendes Schlüsselerlebnis während seiner Gefangenschaft bewog ihn dazu, sich nach seiner Freilassung erneut für Menschen in Westafrika zu engagieren. Heute reist er zweimal jährlich nach Burkina Faso und unterstützt für den Verein FATHIMA e.V. benachteiligte Kinder und junge Frauen ohne Berufsperspektive.
Die Veranstaltung verbindet persönliche Lebensgeschichte mit einem fundierten Blick auf die Situation in Westafrika und zeigt, wie Brücken zwischen Nord und Süd auch in Krisenzeiten gebaut und erhalten werden können.
Eine Veranstaltung der Bürgerstiftung Unkel
Anmeldeschluss: 19. Oktober 2026. Anmeldung hier: https://willy-brandt.de/ausstellungen/veranstaltungen/verantwortung-fuer-westafrika/